Die Albulabahn der RhB

Die Albulabahn ist Teil der Rhätischen Bahn. Sie gehört von der Anlage zu den spektakulärsten Bahnstrecken die mir bekannt sind. Das ist die Vorschauseite. Vergrößerte Bilder durch anklicken!
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Jemand dessen Pulsschlag sich beim Anblick kühner Eisenbahnkunstbauten beschleunigt, sollte nicht verabsäumen der Rhätischen Bahn bzw. der Albulastrecke mindestens einmal einen Besuch abzustatten.

Die Fahrt beginnt in der Umgebung von Filisur und führt ins obere Engadin nach Bever, also in den oberen Teil des Inntals.

Was die Albulastrecke so einzigartig macht, ist die komplexe Linienführung zwischen Filisur und Preda. Um den Höhenunterschied zu bewältigen muß ein Zug ganze 4 Kehrtunnels durchfahren, also Schleifen mit vollen 360° Bögen, großteils im Berg angelegt.

Die Farbe der Rhätischen Bahn ist ein Rot, ähnlich wie jenes der Geranien auf dem Foto oben. Das Bild stammt aus Bergün, wo viele Häuser so geschmückt sind. Seit allerdings die Reihe Ge 4/4 III eingeführt wurde, gibt es zumindest bei den Loks nicht nur Rot sondern auch ganzflächige Werbemotive ohne ein einziges Pixel Rot. Die Rhätische Bahn betreibt insgesamt ca. 400 km Strecke mit 1000 mm Spurweite (Meterspur). Zu den Bildern nach unten scrollen!

Weitere RhB Serien: Berninabahn, Engadinline, Bahnfest in Filisur, 100 Jahre Albula und Strecke
Filisur - Chur .

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  Beginnen wir unsere Reise ein kurzes Stück vor Filisur mit einem Blick auf das berühmte Landwasserviadukt. Der Zug gezogen von zwei Maschinen des Typs Ge 4/4 III - nämlich von 651 „Fideris“ Werbung Pontresina / Lungenzug und 652 „Obervaz“ Werbung riri Zipper - wird in wenigen Minuten Filisur, also den eigentlichen Ausgangspunkt der Albula Bergstrecke erreicht haben (08/2002).
  Hier nun die Einfahrt in Filisur. Die Ge 4/4 III 642 „Breil/Brigels“ überwindet soeben die letzte Steigung. In Filisur finden fahrplanmäßig die Taktkreuzungen statt. Im aktuellen Fahrplan ist das stündlich immer etwa zur vollen Stunde. Im Hintergrund ist das Gleis Richtung Davos zu erkennen (8/2002).
  Der Zug aus Chur wartet normalerweise schon auf Gleis 2 wenn der Gegenzug aus dem Engadin sehr langsam in die Abzweigung auf Gleis 3 einfährt. Hier Lok Ge 4/4 III 649 „Lavin“ mit ihrem Zug. Der blaue Wagen hinter der Lok ist der Speisewagen „Gourmino“ (08/2002). (Seite oben)
  Kurz nachdem die Zugkreuzung auf der Albulahauptlinie stattgefunden hat, fährt der Pendler nach Davos ab. Die Fahrgäste haben genügend Zeit in Ruhe umzusteigen. Etwa 10 Minuten vor der vollen Stunde trifft der Pendler von Davos kommend dann wieder hier ein und wartet die nächste Zugkreuzung auf der Hauptlinie ab. (06/2003).
  Von der Ruine Greifenstein welche vom Bahnhof aus auf mehreren Routen erreichbar ist, hat man einen schönen Überblick über Filisur und natürlich den Bahnhof. Der Pendler nach Davos ist auf diesem Bild nicht zu sehen, weil der Zug um 11 Uhr nur von 16. 6. bis 13. 10. verkehrt, dieses Bild aber am 20. 10. gemacht wurde. Bevor Züge die im Hintergrund ahnbare Strecke erreichen, müssen sie noch das Landwasserviadukt überqueren (10/2002).
  Heute werden fast alle Albulaschnellzüge von Maschinen der Reihe Ge 4/4 III geführt. In Jahre 1992 war das noch anders. Wenn alle Gäste eingestiegen sind wird die Ge 6/6 II 706 „Disentis/Mustér“ mit ihrem Zug in die unmittelbar hinter dem Bahnhof beginnende Steigung einfahren (05/1992).
(Seite oben)
  Im Sommer 2003 begannen im Bahnhof Filisur Bauarbeiten für eine Modernisierung der Station. Dem Vernehmen nach sollen unter anderem überdachte Bahnsteige entstehen. Auf diesem Foto machen sich die Bauarbeiten am rechten Bildrand bemerkbar, wo statt dem früheren Gleis 1 nun eine abgesicherte Baugrube klafft. Der bergwärts fahrende Zug führt einen PKW Anhänger mit. Links der Davos Pendler (06/2003).
  Nun sind wir bereits im September 2004. Ich ersetze die früheren Fotos bewußt nicht, um einen Vergleich zu ermöglichen. Hier sehen wir die Nordeinfahrt nach Filisur. Der zweigleisige Bereich wurde weit in Richtung Landwasserviadukt verlängert (09/2004). (Seite oben)
  Hier ist der Mittelbahnsteig noch im Bau. Im fertigen Zustand präsentiert sich hier ein teilüberdachter Perron. Der Zugang ist nun per Unterführung gelöst, damit fällt das Überqueren der Gleise beim Umsteigen weg. Außerdem wurden die nutzbaren Gleislängen wesentlich ausgedehnt. Das frühere Flair und auch die beiden DKWs sind somit Vergangenheit ... (09/2004)
  Nachdem ein Zug Filisur verlassen hat, muß er zunächst den Greifenstein Kehrtunnel durchfahren und passiert danach die kleine Station Stugl/Stuls, welche weitab jeder Ortschaft liegt. Weiter in Richtung Bergün führt die Strecke dann teilweise direkt neben der Autostrasse. Dieses Bild mit einem talwärts fahrenden Zug ist an so einer Stelle gemacht (10/2002).
  Nach Filisur folgt der Greifenstein Kehrtunnel, dann wird die Station Stugl/Stuls passiert und schließlich nähert sich die Strecke dem Ort Bergün. Die Lokomotiven Ge 4/4 III 649 „Lavin“ und 650 „Seewis“ ziehen den berühmten Glacier Express. Die hellen Panoramawagen sind FO Anhänger, der etwas dünklere ein BVZ Fahrzeug, der Rest sind RhB Fahrzeuge (08/2002).
  Nun sind wir endlich in Bergün. Ich hab dafür ein Bild von meinem allerersten Besuch an der Strecke im Jahre 1987 genommen. Zu dieser Zeit war die Lok Ge 4/4 II 623 „Bonaduz“ etwa 3 Jahre alt und verkehrte noch mit grünen Waggons. Die blauen Gleisanzeiger die heute hier und auch in Filisur die Gleise markieren, gab es damals noch nicht (05/1987). (Seite oben)
  Hinter Bergün beginnt der interessanteste Teil der Strecke. Hier schleppt die Ge 4/4 II 631 „Untervaz“ ihren Güterzug solo die Rampe hinauf. Die „Untervaz“ ist die drittvorletzte Lok dieser Serie. Loks dieser Type verfügen über 2300 PS, sind über Thyristoren gesteuert und schleppen ihre Lasten mit mehr als 50 kmh über die Rampe. Vmax ist 90 kmh (05/1992).
  Für alle die diese Strecke nicht kennen, hier eine genaue Skizze der Linienführung Filisur - Preda. Es werden 4 Kehrtunnels passiert und zwischen Bergün und Preda 416 Höhenmeter auf 12,6 km Strecke überwunden. Die Luftlinie ist weniger als 6 km.
  Wandert man ein Stückchen den Hang hinauf, ergibt sich ein wunderbarer Panoramablick auf Bergün und die Bahnlinie. Links die Kirche und etwas rechts daneben der Römerturm. Auf einer Aufnahme von 1903 sah man in der Mitte noch ein riesiges Gebäude, welches später offenbar abgebrannt ist (8/2002). (Seite oben)
  Auf der vorigen Aufnahme war der Zug bergwärts Richtung God Tunnel unterwegs. Hier ein Zug der auf Talfahrt vor kurzem den Plaz Tunnel verlassen hat und sich nun auch auf den God Tunnel zubewegt, allerdings von der anderen Seite. Nach passieren des God Tunnels wird der Zug in das im Vordergrund sichtbare Streckenstück von rechts einfahren (05/1992).
  Dieses Bild gelang mir, als ich anläßlich des Bahnfestes in Filisur auf den Sonderzug wartete. Die Ge 4/4 III 642 „Breil/Brigels“ passiert etwa um 10.40 diese schöne Fotostelle oberhalb des God Tunnels. Die 642 war längere Zeit als sogenannte Plakatlok unterwegs. Die Plakate wurden periodisch auf die Seitenwände aufgeklebt. Aus dieser Perspektive fallen die Stellen an denen die Werbeplakate aufgeklebt waren noch auf (10/2002).
 

Auf Talfahrt hat dieser Zug bereits den Rugnux Kehrtunnel und Albulaviadukt 1 passiert und bewegt sich nun auf die Fuegna Gallerie zu. Dahinter befindet sich die Haltestelle Muot. Die Lok Ge 4/4 III hat die Achsfolge Bo' Bo'. Fast alle Maschinen dieser Type sind mit einem von Zeit zu Zeit wechselnden Werbedesign versehen (06/2003). (Seite oben)

  Die Lok dieses Zuge befindet sich etwa an der selben Stelle, an der der letzte Waggon des Zuges am vorigen Bild war. Im Hintergrund sieht man den Ausgang des Rugnux Kehrtunnels und oberhalb des Tunnelportals die höher gelegen Trasse am oberen Ende des Tunnels. Die Hangbrücke am nächsten Bild schließt rechts an die hier sichtbare obere Trasse an. Der Zug überquert soeben das relativ niedrige Albulaviadukt 1 (06/2003).
  Hier nochmals der Albulaviadukt 1 aus einer anderen Perspektive. "Go far.come close" ist die Werbebotschaft auf dieser Ge 4/4 III, die für Swisscom wirbt. Im Hintergrund ist die Hangbrücke zu sehen, die auch Motiv des nächsten Fotos ist. Dazwischen liegt der Rugnux Kehrtunnel (09/2004).
  Die Loktype Ge 6/6 II zieht hier einen Güterzug. Der Zug hat bereits den Rugnux Tunnel hinter sich gebracht und wird in Kürze den Albulaviadukt 2 überqueren. Diese Lokomotive hat die Achsfolge Bo' Bo' Bo' und mittig ein Gelenk welches aber nur vertikale Bewegung zuläßt. Es wird dadurch eine Entlastung des mittleren Drehgestelles beim Einfahren in Steigungen verhindert (8/2002). (Seite oben)
  Nun eine Aufnahme vom Albulaviadukt 2. Die Trasse wechselt wieder auf die rechte Seite des Albulabaches. Kurze Zeit später wird der Zug das Portal des Toua Kehrtunnels erreichen, um danach auf dem Albulaviadukt 3 wieder auf die andere Talseite zu wechseln. Höherwertige Züge werden heute hauptsächlich von der modernen Reihe Ge 4/4 III befördert (06/2003).
  Die Panoramawagen der Matterhorn Gotthard Bahn verraten es, hier handelt es sich um den Glacierexpress. Das Weiß der Holcim Lok bei hellem Sonnenschein stellt den Belichtungsspielraum der Kamera auf eine harte Probe. Leider hab ich hier nicht im RAW Format fotografiert, damit wären solche Kontraste einfacher zu bewältigen gewesen (09/2004).
  Hier bereits der Albulaviadukt 3 von oberhalb. Ein Güterzug geführt von einem Tandem Ge 4/4 II hat das Viadukt und den unmittelbar danach anschließenden Toua Tunnel passiert und befindet sich auf weiterer Talfahrt. Auf diesem Bild kann man schön den beträchtlichen Höhenunterschied der in dem 667 m langen Tunnel "vernichtet" wird, beobachten (8/2002).
  Hier ein Foto des Albulaviaduktes 3 von der Talseite. Ich stehe für diese Aufnahme fast direkt über dem Tunnelportal des Toua Tunnels. Der Lokführer der Coop Lok Ge 4/4 III 641 "Maienfeld" dürfte an dieser Stelle das nahende Tunnelportal bereits vor Augen haben. Loks dieser Type haben 3265 PS und eine moderne GTO Umrichtersteuerung (8/2002). (Seite oben)
  Diesen Zug kennen wir bereits. Es handelt sich um jenen Güterzug, der zwei Bilder zuvor schon beim Verlassen des Toua Tunnels zu sehen war. Hier am Albulaviadukt 3. Der Zug mit seinen beiden Ge 4/4 II hat kurz zuvor die Lawinengallerie welche am Berghang gegenüber unmittelbar vor dem Viadukt 3 errichtet worden ist durchfahren (8/2002).
  Nun noch ein abschlißendes Bild vom Albulaviadukt 3, allerdings mit dem Teleobjektiv von oberhalb. Die hellblaue Lungenzuglok 651 führt ihren Zug bergab von einer Talseite zur anderen. Der Baumwuchs schreitet unaufhaltsam fort. In einigen Jahren wird man wahrscheinlich von der Strecke nicht mehr viel sehen (8/2002).
  Dieses Bild zeigt die Ge 4/4 II 632 „Zizers“, also die vorletzte Maschine der Serie. Der Zug ist auf Bergfahrt soeben dabei die Lawinengalerie zu verlassen und den Albulaviadukt 4 zu überqueren. Leider gibt es meines Wissens keine Panoramastelle, von der aus die gesamte Linienführung in diesem Bereich gut überblickbar wäre (05/1992).
  Der spektakuläre Teil der Kehrtunnels ist geschafft. Hier ist der Zug am Übergang zu offenerem Gelände angekommen, wie es auf den nächsten Aufnahmen sichtbar ist. Wenig später wird die Garnitur in den zweigleisig ausgebauten Abschnitt einfahren, welcher zur Flexibilisierung von Zugkreuzungen gebaut wurde (09/2004). (Seite oben)
  Die Strecke hat nun fast die gesamte Steigung bewältigt. Die Ge 4/4 III 645 "Tujetsch" zweite Werbelok für Radio Rumantsch, befährt den 1997 neuerrichteten zweispurigen Abschnitt in Verlängerung des Bahnhofes Preda. Der zweispurige Ausbau dient als Pufferstrecke für Zugkreuzungen in Preda (8/2002).
 

Fast an der selben Stelle allerdings in anderer Perspektive entstand diese Bild. Es zeigt die erste Werbelok von Radio Rumantsch, nämlich die Ge 4/4 III 644 "Savognin". Heute wie früher ist es bei der RhB üblich, gemischte Züge zu führen. Hier hat der Schnellzug hinter dem blauen Gourmino noch zwei Güterwagen am Haken (8/2002).

  Die rote Maschine Ge 4/4 II 620 "Zernez" ist mit ihrem Zug am höchsten Punkt der Strecke angelangt. Heute würde diese Ansicht nur mehr 2 Gleise zeigen. Die Station Preda wurde nämlich in den Jahren 1996 - 98 umgebaut. Es wurde dabei auch die Drehscheibe die sich hier noch am Ende des vorderen Gleises befindet ausgebaut und an die Dampfbahn Furka Bergstrecke abgegeben (05/1992).
  Preda in der anderen Richtung. Auch dieses Bild zeigt noch den Zustand vor 1996. Im Hintergrund ist das Portal des 5865 m langen Albula Scheiteltunnels zu sehen. Auf einer Seehöhe von 1823 m gelegen ist der Albulatunnel der höchstgelegene Alpendurchstich in Europa. Die Weichensignale "am Stiel" sollen die Erkennbarkeit bei Schneelage sicherstellen (05/1987).
(Seite oben)
  Das engadinseitige Portal des Albulatunnels. Ich kann mich heute noch gut erinnern - als ich damals diese Lok auftauchen sah, war ich unzufrieden weil es keine rote Lok war. Jetzt bin ich froh, eine der beiden ersten Maschinen der Reihe Ge 6/6 II noch fast in Originalausführung vor die Kamera bekommen zu haben. Der Zug durchfährt soeben die Station Spinas (05/1987).
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Letztes Update: August 2005 - schicken Sie mir eine email
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